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Erfahrungsberichte

Erfahrungsbericht REMO Studie von Roger G.

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"Auf der Jagd nach dem Highscore" von Philipp K.

22.07.2021
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Vor fast 20 Jahren wurde bei mir MS diagnostiziert. Seit 6 Jahren habe ich nun einen EDSS von 5.5 was so viel heisst wie, wenn ich ohne Hilfsmittel laufe, schaffe ich um die 130 Meter, bis ich eine Pause benötige.

Da sich mein Zustand nun schon seit einiger Zeit stabilisiert hat, möchte ich unbedingt wieder mehr trainieren, um die Gehstrecke zu verlängern. Dafür investiere ich viel Zeit: Ich gehe regelmässig in die Physiotherapie, seit kurzem trainiere ich wöchentlich beim Crossfit und spaziere regelmässig mit den Trottinett und meinem Hund.

Seit Dezember 2020 kommt ein intensives Training im Revigo dazu. Ich trainiere 3x pro Woche auf dem Laufband (C-Mill) und fokussiere mich dabei zum einen auf die Gehstrecke, zum anderen auf Gleichgewichtsübungen im Stehen. Noch im Dezember lief ich im Training 150 Meter aber benötigte dafür ungefähr 10kg Gewichtsentlastung.

Jetzt, 6 Monate später, laufe ich komplett ohne Gewichtsentlastung und lege pro Training 400 Meter zurück. Die Robotik hilft mir dabei, mich während des Trainings von der Erschöpfung abzulenken und so viel länger durchzuhalten, als wenn ich zuhause auf dem normalen Laufband trainiere. Auch bei den Gleichgewichtsübungen bin ich aktiv dabei, denn es gilt jedes Mal einen Rekord zu schlagen. Mein nächstes Ziel ist es, den Fortschritt der letzten 6 Monate vermehrt auf den Alltag zu übertragen. Dafür werde ich weiter so intensiv trainieren, bis ich die 400 Meter auch im Alltag ohne Unterstützung zurücklegen kann.

"Innerhalb eines Trainings im Schnitt mehr als 50 Minuten auf dem Lokomat" von Christina L.

25.01.2021

Im April 2019 habe ich das Wort Tragödie für mich neu definiert. Aufgrund eines Hygienefehlers einer ITT Spritze haben sich Abszesse an meiner Wirbelsäule entwickelt. Unter stärksten Schmerzen wurde ich damals per Notfall ins Spital gebracht. Die Abszesse hatten einen verheerenden Schaden an Gewebe, Knochen und Nerven verursacht. Seit der Operation bin ich auf den Rollstuhl angewiesen. Dadurch verliere ich in gewisser Form an Selbstständigkeit, meine Freiheit und Körpergefühl. Das Leben im Rollstuhl kommt für mich nicht in Frage.

Nach diversen Behandlungen, Therapien und auch stationären Aufenthalten trainiere ich nun im ambulanten Therapie- und Trainingszentrum Revigo. Besonders gefällt mir die aufrechte Körperhaltung und kontinuierliche Bewegung der Beine, auch an Tagen, an denen ich mich schlechter fühle. Und mit jedem Training mache ich Fortschritte. Die Trainingsatmosphäre im Revigo ist familiär und ich fühle mich kompetent betreut. 

Das Training im Revigo zusammen mit der konventionellen Physiotherapie maximiert meinen Trainingsfortschritt. Ein weiterer Punkt, weshalb ich das Training schätze, ist, dass ich innerhalb eines Trainings im Schnitt mehr als 50 Minuten auf dem Lokomat gehen kann. Nach einiger Zeit habe ich am Ende des Trainings mit dem Lokomat noch einige Schritte nur mit der Gewichtsentlastung auf dem Laufband gemacht. Abwechselnd trainiere ich auch mit dem Andago. Mit dem Andago kann ich mich frei im Raum bewegen, das Schritttempo selbst bestimmen und laufe dabei nur noch mit wenig Gewichtsentlastung. Durch das Training sind meine Beine einige Zeit entspannter, beweglicher und ich fühle mich stärker. 

Mein Ziel ist ganz klar. Ich möchte wieder gehen können. Mit jedem Training komme ich meinem Ziel einen Schritt näher. 

Wir bedanken uns bei Christina L. für Ihren Text- und Videobeitrag, den Sie in Eigenregie erstellt hat und Revigo zur Verfügung stellt.

Ambulante Therapiemöglichkeit

21.10.2020
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Vor einem Monat habe ich einen Schlaganfall erlitten und musste für 8 Tage in die Hirslanden Klinik. Vor allem mein Gleichgewichtssinn und auch mein Kurzzeitgedächtnis waren beeinträchtigt. Nach dem Klinikaufenthalt wurde mir von den Ärzten ein stationärer Reha-Aufenthalt empfohlen. Ein stationärer Aufenthalt kam aber für mich weniger in Frage.

Vielmehr suchte ich nach einer ambulanten Therapiemöglichkeit, welche ich in meinen Alltag integrieren konnte. Daher habe ich eigenständig im Internet recherchiert und bin so auf das Revigo gestossen. Nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt wurde eine 3-wöchige Therapie geplant. 

Ich wurde im Revigo sehr persönlich empfangen und wir haben gemeinsam meine grössten Schwierigkeiten besprochen und so die Ziele meines Trainings definiert. Auf der C-Mill, ein interaktives Laufband, haben wir intensiv gleichmässiges Gehen, das Ausweichen von Objekten sowie Gleichgewichtsübungen im Stehen geübt. Das Training ist kognitiv sehr anspruchsvoll, da man sich auf mehrere Sachen gleichzeitig konzentrieren muss. 

Nach diesen intensiven 3 Wochen merke ich, dass meine anfänglichen Gleichgewichtsprobleme weg sind und ich im Alltag sehr sicher unterwegs bin. Sogar mein Kurzzeitgedächtnis hat sich erholt. Mein Ziel habe ich erreicht. 

"Intensiv und Gezielt mit dem Lokomat und dem Ekso" von Michi T.

17.07.2020
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Revigo, heisst es, ist ein Trainingszentrum – und ja, ein solches ist es wahrlich. Trainiert werden hier nicht nur der Körper und seine Funktionen, auch der Kopf hat hier einiges mehr zu leisten als bei einer normalen Physiotherapie.

Aufgrund einer chronischen Krankheit besuche ich schon seit Jahren die Physiotherapie und erziele dabei auch Fortschritte. Wenig hilfreich war ein Sturz, welcher mich im Behandlungsverlauf zurückwarf. Dies zwang mich zu einer längeren Phase, in welcher ich vermehrt immobil war und sich die Auswirkungen meiner Krankheit verstärkten.

Nach dieser Zeit habe ich mich dazu entschlossen, im Revigo mit dem Training zu beginnen. Mein Ziel ist es, dass sich mein Körper den schlechten Angewohnheiten entledigen soll, welche er sich in den letzten Monaten angeeignet hat. Ein intensives Training im Revigo soll helfen, meine abgebaute und verkürzte Muskulatur als auch verschiedene Bewegungsmuster wiederherzustellen.

Die technologie-unterstütze Trainingsmethode ist eine perfekte Methode für mich. Der Lokomat lässt mich meine Bewegungen korrekt ausführen und unterstützt mich. Ebenso fühle ich mich im Gerät sicher und kann dabei durch verschiedene Programme und Spiele in jedem Training ein bisschen weiter aus meiner Komfortzone gehen. Neben dem Lokomat habe ich mit dem Ekso viele Schritte gemacht. Beim Ekso konnte ich mich gezielt auf die einzelnen Bewegungsabläufe konzentrieren und dabei die Gewichtsverlagerung beim Laufen üben. 


 

"Mit dem Lokomat die Laufstrecke und das Gangbild verbessern, um damit einzelne Alltagsaktivitäten zu vereinfachen." von Mireille G.

01.07.2020

1998 wurde bei mir MS diagnostiziert. Anfangs ging alles noch ohne grosse Einschränkungen. Leider hat sich durch die vermehrten Schübe, mein Gesundheitszustand verschlechtert. Die Schübe kommen in unregelmässigen Abständen. Die ganze linke Körperhälfte ist beeinträchtigt, so dass ich Mühe habe, beim Laufen das linke Bein zu heben und nach vorne zu bringen. Auch fällt es mir schwer, Treppen zu steigen.

Um weiterhin aktiv und selbständig zu bleiben, zu arbeiten und Autofahren zu können, trainiere ich täglich zu Hause nach Anleitung der Physiotherapeutin. Um das Gehen am Rollator zu erhalten und die Gehstrecke zu verbessern, trainiere ich im Revigo auf dem Lokomat. Mir gefällt es, dass man spezifisch auf meine Bedürfnisse eingeht und entsprechend dem Fortschritt die Therapie anpasst. Wenn immer möglich, laufe ich im dynamischen Bereich und mit viel Eigengewicht. Dadurch erhöht sich der Druck beim Erstkontakt. Ich erhoffe mir, dass sich dadurch auch meine Knochen stärken.

Mit Hilfe des Lokomat habe ich die Möglichkeit, eine längere Zeit das Laufen aktiv zu beeinflussen und somit die Laufstrecke und das Gangbild zu verbessern. Ich habe grosse Freude, wenn ich bei gewissen Tätigkeiten im Alltag, wie zum Beispiel vom Auto aussteigen, merke, dass sie mir leichter fallen. Solche Momente geben mir einen zusätzlichen Schub für das regelmässige Training mit dem Lokomat.

 

"Wieder gehen zu lernen! Mit der C-Mill unterwegs zu mehr Selbstständigkeit nach dem Schlaganfall" von Margrith W.

31.05.2020

Wissen Sie, wie schwer Gehen ist? Ich hätte es nie gedacht. Das Kleinkind rutscht auf dem Boden herum, versucht sich aufzurichten, fällt hin, versucht es erneut und landet wieder auf dem Windelpack. Irgendwann geht es, das Kind lacht und freut sich! Muss man als Erwachsener wieder Gehen lernen, ist es um einiges schwieriger.

Nebst der Physiotherapie im herkömmlichen Sinn unterstützen mich bei Revigo die Roboter unterstützten Geräte Lokomat und C-Mill. Der Lokomat „zeigt“ mir das richtige Gehen. Mir kommt vor, er lässt mich fühlen, wie ich richtig gehen sollte. Ich komme mir vor wie auf einem Marathon. Schritt um Schritt, im eigenen Tempo, viel Schweiss und Ausdauer, nähere ich mich dem Ziel.

Die C-Mill ist ein Laufband, auf dem ich lerne, mein Gehen zu verbessern, Gegenständen auszuweichen und das Gleichgewicht zu trainieren. Ich konzentriere mich: „Ferse aufsetzen, abrollen auf Fussspitze, Schritt mit dem anderen Bein... und wieder Ferse, Fussspitze, Schritt...“. Hundertmal, tausendmal, unendlich viele Male, mache ich immer wieder die gleiche Bewegung. Später auch volle Konzentration mit dem Gehstock! Nur wenn ich den Ablauf richtig lerne, kann ich profitieren. Durch das Training auf dem Laufband fühle ich mich immer sicherer im Alltag. Mein Ziel, wieder mit den ÖV unterwegs zu sein, rückt näher.